Negative Glaubenssätze beim Schreiben

und wie du sie umformulierst

Du magst endlich deine Website veröffentlichen, einen Brief bzw. eine Nachricht an einen Herzensmenschen schreiben oder einen Social Media-Post veröffentlichen. Doch jedes Mal, wenn du dich an den Text setzt, grätschen sie dazwischen: unsere negative Glaubenssätze!

Diese Glaubenssätze beeinflussen, was wir tun – und vor allem, was wir nicht tun. Sie sind allerdings nichts mehr als Sätze, die wir eben glauben. Daher können wir uns in jedem Moment entscheiden: Möchte ich ihnen weiterhin Glauben schenken? Oder schreibe ich sie so um, dass sie mich bestärken? Beides ist möglich…

In diesem Blogartikel teile ich 5 typische negative Glaubenssätze, die wir alle mehr oder weniger haben, und wie du sie für dich umformulieren kannst.

Typische negative Glaubenssätze beim Schreiben – und ihre positive Version

„Ich habe Angst davor, mich zu zeigen“ wird zu
„Ich bringe meinen Wert in die Welt“

Mit jeder Zeile, die wir veröffentlichen, geben wir ein Stück von uns nach außen. Wir machen uns sichtbar und somit auch verletzlich.

Egal, um welchen Text es sich handelt, es ist vorher nicht klar, wie andere auf unsere Worte reagieren werden. Der Wunsch nach Gewissheit und Klarheit macht uns daher unsicher. Aus Selbstschutz bauen wir eine Mauer auf und schreiben nicht mehr weiter bzw. haben Angst davor, den Text zu veröffentlichen oder zu verschicken.

Besonders groß ist diese Angst, wenn es um Themen geht, die uns am Herzen liegen, stimmt’s? Und gerade das macht es auch für andere so wertvoll!

Und das Paradoxe ist ja außerdem: Wir möchten, dass sich unsere Leser uns gegenüber öffnen und uns Vertrauen schenken – also verletzlich machen. Doch unsere eigene Verletzlichkeit ist das Allerletzte, das wir ihnen von uns zeigen möchten. Besonders im unternehmerischen Zusammenhang sehen wir unsere Verletzlichkeit als Schwäche an. – Aber ist das denn wirklich so?

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mich an einem grauen Tag jemandem öffnete, indem ich eine Mail schrieb und ein Meeting absagte. Daraufhin bekam ich folgende Antwort: “Liebe Vanessa, danke für deine Offenheit und Ehrlichkeit. Ich versuche selbst immer offener und ehrlicher mit mir und anderen zu sein, und freue mich sehr, das so zurückgespiegelt zu bekommen. Ich hoffe, dir geht es bald besser. Deine Sensibilität finde ich übrigens super sympathisch.”

Frag dich doch mal: Was würdest du anderen vielleicht vorenthalten, wenn du dich nicht öffnest und deine Worte mit ihnen teilst?

„Ich bin nicht gut genug“ wird zu
„Ich gebe in jedem Moment mein Bestes“

Wenn wir einen Text veröffentlichen wollen, sind damit immer Erwartungen verknüpft – vor allem Erwartungen an uns selbst. Wir wollen die wichtigsten Inhalte liefern und die schönsten Formulierungen wählen. Ganz klar, dass wir dabei schnell ins Stolpern kommen und annehmen, wir wären nicht gut genug.

Aber es ist doch so: Wir entwickeln uns ständig weiter, machen neue Erfahrungen und gewinnen Erkenntnisse. Sicher wird mir in ein paar Wochen, Tagen oder vielleicht sogar Stunden etwas einfallen, wie ich diesen Text noch besser hätte machen können. Doch jetzt, in diesem Moment, gebe ich dir das, was ich kann und was ich weiß.

Vertraue dabei auf deine innere Stimme. Sie wird dir ehrlich sagen, ob du doch gerade vor einem Text drückst oder ob du in diesem Moment dein Bestes gegeben hast.

„Ich kann nicht schreiben“ wird zu
„Ich darf spielen“

Kennst du das auch: Du weißt, dass du die Zeilen für deine Website, einen Blogartikel oder etwas anderes brauchst, und setzt dich mit der Vorstellung an den Schreibtisch, dass du den Text von vorne bis hinten in einem Zug durchschreibst. Und was passiert? Genau: nichts.

Schreiben ist ein kreativer Prozess. Spiele mit deiner Kreativität, mit Worten und Ideen. Wir haben die Freiheit und gleichzeitig auch die Verantwortung, uns zu erlauben, Dinge nicht einfach nur abzuarbeiten, sondern uns reinzudenken und reinzufühlen.

Also: Probiere dich aus und werde dir bewusst darüber, wie du dir das Schreiben noch schöner und noch leichter gestalten kannst.

„Das interessiert doch eh niemanden“ wird zu
„Ich verbinde mich mit den richtigen Menschen“

Wenn wir beim Schreiben eines Textes an die Menschen denken, die ihn lesen, haben wir meistens diejenigen im Hinterkopf, die unsere Worte vielleicht (!) uninteressant und doof finden könnten.

Um dieser Ablehnung entgegenzuwirken, treiben wir uns nur noch mehr an, den Text besser zu machen. Oft verstellen wir uns dann und rutschen in eine Schreibstimme oder in eine Meinung ab, die uns nicht entspricht. Wir fühlen uns mit diesem Text unwohl und geraten in einen Teufelskreislauf. Die Frage ist daher: Sind das überhaupt die Leser, für die du schreibst?

Du schreibst für die Menschen, denen du mit deiner Botschaft weiterhelfen kannst, die dich so mögen, wie du bist. Das sind die Menschen, die wirklich zählen, und an die du denken solltest, wenn du deinen Text schreibst.

„Mein innerer Kritiker soll ruhig sein“ wird zu
„Meine Angst macht mich kreativ“

Ich musste herzlich lachen, als ich erkannte, wie absurd und vor allem auch wie fantasievoll und detailreich die Geschichten meines inneren Kritikers sein können. – All das ist in meinem Kopf entstanden – und da geht noch so viel mehr!

Oft scheuen wir uns, unserem inneren Kritiker bzw. unserer Angst entgegenzutreten. Klar, das ist verammt unbequem. Statt dieser negativen Stimme in unserem Kopf sehnen wir uns nach dem Richtigen, dem Gute, nach Liebe. Doch genau dahin kann uns der innere Kritiker auch leiten – wenn wir mit ihm ins Gespräch gehen.

Welche Angst steckt eigentlich hinter der negativen Stimme? Wenn wir uns über unsere (vermeintlichen) Probleme und Sorgen bewusst werden, können wir auch Lösungen und Möglichkeiten finden. – Der innere Kritiker kann uns also auch kreativ werden lassen.

Das Schreiben ist nicht der Auslöser für diese negativen Glaubenssätze, sondern vor allem auch ein Tool, um dich mit ihnen auseinanderzusetzen und ins Handeln zu kommen:

Beim Schreiben machst du deine Gedanken, Gefühle und Geschichten greifbar – und kannst sie wortwörtlich umschreiben.

Mit dem Herzen geschrieben,

Vanessa

Hey, ich bin Vanessa. Als Schreib-Mentorin und Texterin begleite ich Menschen dabei, ihre Gedanken, Gefühle und Geschichten in Worte zu fassen. Dabei gebe ich selbst mein Herz in jede Zeile...
Über Vanessa

Die wichtigsten Fragen können wir nicht bei Google suchen.
Ihre Antworten finden wir in uns.

Vanessa Beyer

Als Schreib-Mentorin und Texterin begleite ich dich dabei
mit kraftvollem Journaling, persönlichem Austausch und individueller Inspiration.

Bist du bereit für eine Veränderung - auf dem Papier und in der Realität?

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